Wie oft – wie viel?

… und die Geschichte vom Lernen im Schlaf

Immer öfter hört man von Hunden, die hyperaktiv sind …. angeblich. Es gibt mittlerweile aber schon Bücher dazu, dass man auch einen Hund bis zum Burn-Out bringen kann.

Beschäftigung ist ja grundsätzlich gut, aber immer mit Maß und Ziel. Wir müssen berücksichtigen, dass wild lebende Hunde (verwilderte Haushunde) einen Großteil des Tages ‘verschlafen’. Dazu gehört auch ein halbwegs aufmerksames Ruhen, bei dem die Umgebung beobachtet wird. Schlafen und Ruhen nehmen beim erwachsenen Tier zwischen 16 und 18 Stunden in Anspruch. Die restliche Zeit wird gemütlich spazieren gegangen (Kontrolle der Grenzen des Territoriums), Sozialkontakt gepflegt (kuscheln, putzen, spielen,…), Futter gesucht und gefressen. Das heißt, dass es nicht notwendig oder empfehlenswert ist, deinem Hund einen Terminplan umzuhängen, den geschulte Manager schon auf Dauer nicht durchhalten.

Neben dieser natürlichen Zeitaufteilung ist es für das Säugetier-Gehirn zwingend notwendig, zu schlafen um zu lernen. Man kann sich das so vorstellen, dass die Erfahrungen eines Wach-Abschnitts in einem Zwischenspeicher landen. Damit dieser nicht übergeht, wird er im Schlaf geleert und die Daten werden entsprechend umgelagert, thematisch geordnet und so dauerhaft abrufbar gemacht. Das heißt, dass ein ganz wichtiger Teil des Lernens während des Schlafens passiert … im Umkehrschluss natürlich auch, dass Lernen ohne oder mit zu wenig Schlaf nicht oder wesentlich langsamer geht.