• VP = Versteckperson , die Person, die gesucht wird
  • GA = Geruchsartikel, Referenzgeruch, Gegenstand an dem Geruch der VP haftet
  • HF = Hundeführer = Handler bzw. (bei uns) Sniff Dog Assistant
  • PSH = Personen-Such-(oder Spür-)Hund
  • Backup, Flanke: der Begleiter auf einem Trail, der Sicherungs- und Assistenzaufgaben übernimmt (absichern im Straßenverkehr, Wasser, etc. tragen, Hilfestellung bei Unsicherheiten des Handlers).
  • Geruchspool: an einer Stelle, an der sich die VP länger aufgehalten hat / sich aufhält, bildet sich ein Geruchspool. D.h. an diesem Ort ist die Konzentration der Geruchspartikel höher. Entscheidend ist nun, dass der Hund aus so einem Pool, ist er erst einmal drinnen, auch wieder herausfindet. Dabei kann man als Sniff Dog Assistant natürlich helfen.
  • Endpool: Geruchspool am Ende des Trails, da die VP dort länger an einem Ort steht, sitzt oder liegt.
  • Stehpool: Geruchspool, der auf dem Trail durch Stehenbleiben der VP entsteht.
  • Startpool: Geruchspool, direkt am Startpunkt – gerade dabei kann Hilfe sinnvoll sein.
  • Adaptation: das Ausmaß von Reizen zB Gerüchen über längere Dauer führt zur Adaptation („Gewöhnung“), die Empfindungsstärke nimmt ab. Die Erholung hat einen ähnlichen Verlauf: die Empfindlichkeit nimmt zunächst schnell, dann langsamer zu und erreicht schließlich den ursprünglichen Wert. Beispiel: Parfümerie
  • Kontamination: eine unbestimmte Menge anderer (menschlicher, tierischer oder sonstiger) Gerüche auf dem Geruchsträger oder im Suchgebiet
  • Bodenverletzung: bezeichnet die mechanische Veränderung des Bodens in Form beschädigter Erdoberfläche, zertretener Pflanzenteile, Mikro-Organismen, Kleinstlebewesen, …
  • Körpersprache, -signal: ist je nach Hund variabel. Das “Lesen” des Hundes durch den Handler wird im Training durch die richtige Interpretation der körpersprachlichen Signale des Hundes geübt (das richtige Bauchgefühl kommt mit der Übung).
  • Negativ-Anzeige: der Hund gibt durch sein Verhalten zu erkennen, dass der gesuchte Geruch an dieser Stelle nicht vorhanden ist. Das kann an verschiedenen Stellen eines Trails vorkommen (Kreuzung, Start, …)
  • Ansatz-Negativ: der gesuchte Geruch ist direkt am Start NICHT vorhanden.
  • Hartes Negativ: die Geruchsspur endet abrupt, wenn die VP zB in ein Auto, den Zug einsteigt und wegfährt. Hier ist jedoch immer die Frage, wie geruchsdicht das Fahrzeug ist (Auto mit offenen Fenstern, Lüftung eingeschaltet).
  • Weiches Negativ: die schwierigste Situation für den Hund! Die frische Spur endet in einem harten Negativ, wobei allerdings eine alte Spur (darunter) vorhanden ist. Die „Gefahr“ dabei ist, dass der Hund auf die alte Spur wechselt.
  • Geruchsdifferenzierung: zwei oder mehr VPs gehen denselben Weg und sind auf dem Trail (Verleitung) oder am Ende vom Hund zu unterscheiden. Er muss also die richtig VP anzeigen.
  • Spurdifferenzierung: es gibt eine alte und eine frische Spur derselben VP – der Hund sollte sich immer für die frischeste Spur entscheiden.
  • Split-Trail: zwei oder mehrere gleich alte Spuren von unterschiedlichen VPs, die sich kreuzen / trennen.
  • Backtrack: die VP (Spurleger) geht im Trailverlauf auf der eigenen Spur zurück, so dass eine Sackgasse entsteht.
  • Loop: die Spur beschreibt einen Kreis (zB rund um ein Gebäude), kreuzt in die vorherige Spur ein und setzt sich danach fort. Die Schwierigkeit dabei sind Geruchspartikel unterschiedlichen Alters im Überschneidungsbereich
  • U: die Spur beschreibt ein U … groß (um ein Gebäude) oder klein (sozusagen ohne abgrenzendes Hindernis)
  • Single Blind: Sniff Dog Assistant kennt den Trailverlauf nicht, Trainerin oder Backup kennt den Trailverlauf
  • Double Blind: keiner kennt den Trailverlauf (weder Sniff Dog Assistant noch Backup)