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Was ist Mantrailen?

Wie der Begriff schon in der Übersetzung aus dem Englischen sagt, verfolgen wir mit dem Hund die Spur (trailen) eines Menschen (man). Im Unterschied zur Fährtensuche, wird der Hund beim Mantrailen auf die Verfolgung eines Individualgeruchs trainiert. D.h. es wird ein ganz bestimmter Mensch gesucht … und die Geruchs-Spur kann auf verschiedensten Untergründen (Wiese, Waldboden, Asphalt, Stein, Fliesen, …) verfolgt werden.

Die Ausbildung erfolgt im Hund-Mensch-Team, der Hund wird von seinem „Handler“ immer an der Leine (mit Brustgeschirr) geführt und hat dabei die Aufgabe, Hilfestellung zu leisten: energiesparend arbeiten, Umwelt-Gefahren wie Straßenverkehr richtig zu erkennen und zu vermeiden. Somit kann der Hund sich auf seine Arbeit – die Verfolgung der Spur – konzentrieren. Der Mensch muss also seinen Hund lesen können und verstehen, was ihm dieser „sagen“ möchte.

Wofür ist Mantrailen gut?

Das erste was sich verändert, ist die Beziehung zum eigenen Hund: im Team kann sich einer auf den anderen verlassen – und das setzte sich in der trail-freien Zeit fort.

Nach den ersten „Entdeckertrails“ – wenn also der Hund seine Aufgabe verstanden hat – werden wir von unseren Tieren immer wieder überrascht: trotz Wind, Regen, Sonne oder Schnee finden sie die richtige Spur auch noch nach einigen Tagen. Das macht die Faszination Trailen aus!

Für den Hund ist Mantrailen eine artgerechte Beschäftigung, die Körper und Geist auslastet. Grundsätzlich entspricht ein Trail für etwas Fortgeschrittene ungefähr einer Futtersuch- oder Jagdsequenz: ungerichtetes Suchen der Spur – gerichtetes Suchen auf der Spur – finden – Belohnung (im Normalfall Fressen). Im Leben von freilebenden Hunden oder auch Wölfen nimmt die Futterbeschaffung einen Großteil der aktiven Zeit in Anspruch.

Ausrüstung

Die Ausrüstung ist für den Anfang sehr überschaubar und in fast jedem Hundehaushalt vorhanden:

… für den Hund:

  • Brustgeschirr und Halsband: je nachdem, ob gearbeitet wird oder nicht, wird die Leine am Brustgeschirr = arbeiten, suchen oder am Halsband = Pause, nicht arbeiten befestigt
  • Fettleder-Leine: 7,5 m Länge mit einer Breite von 10 – 13 mm haben sich bewährt
  • Wasser: Sucharbeit trocknet die Schleimhäute aus, daher ist ein ausreichendes Angebot an Wasser ausgesprochen wichtig
  • Spezial-Belohnung im gut verschlossenen Behälter: die Leistung des Hundes ist auf etwas längeren Trails von der Anstrengung vergleichbar mit einem Marathonlauf. Daher muss die Belohnung (Futter) ganz speziell und auf jeden Fall nass sein. Trockenfutter ist vergleichbar mit Zwieback … nach einem Dauerlauf würden wir uns darüber auch nicht freuen

… für den Hundeführer:

  • Gutes Schuhwerk: wir sind im Freien unterwegs, bei Wind und Wetter, und können uns den Spurverlauf nicht aussuchen – wenn der Hund sagt, dass es durch den Bach oder das Gebüsch geht, dann geht der der Handler mit. Daher sind feste Schuhe ausgesprochen hilfreich, da man sich damit trittsicher bewegt.
  • Outdoor-Bekleidung: gleiches Thema wie bei den Schuhen – sie muss bequem sein, darf in der Bewegung nicht behindern und soll dem Wetter trotzen. Verschiedene Lagen haben sich als günstig erwiesen, da es während des Trails warm wird, man in den Pausen allerdings wieder auskühlt.
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